Mit Blaulicht, Bus und Bahn: Sieben Vereine präsentieren Technik zum Anfassen

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Sieben Nürnberger Vereine präsentierten sich am 03. und 04. Mai 2003 zum ersten Mal gemeinsam an einem Museumswochenende. An beiden Tagen standen zwischen 10 Uhr und 18 Uhr die Sammlungen

  • der Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn (gemeinsam mit der VAG),
  • des Modelleisenbahnclubs Nürnberg,
  • der Fränkischen Museumseisenbahn,
  • der Dampfbahn Fränkische Schweiz,
  • der Nürnberger Eisenbahnfreunde,
  • des Rotkreuz-Museums Nürnberg und
  • der Historischen Feuerwehrausstellung

allen Interessierten offen. Das Besondere daran war: Erstmals waren alle Ausstellungen zwei Tage lang zur gleichen Zeit geöffnet, durch eine Sonderbuslinie miteinander verbunden und mit einer einzigen Eintrittskarte zugänglich.

Auch kleinere Vereine sollten sich in ihren Räumen zeigen und Gelegenheit erhalten, Mitglieder zu werben. Das historische Straßenbahndepot St. Peter setzte die Sonderbusse ein und war somit der Ausgangspunkt der Veranstaltung.

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Der 1. und 2. Vorstand der Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn, Wolfgang Klemm und Kurt Gottschalk, hatten vorbereitende Arbeitskreise abgehalten und  Haltestellen- und Fahrpläne mit Anschluss vom Bus zur Eisenbahn und Straßenbahn erstellt. Andreas Neuer (Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn) hat in Nachtarbeit Fahrscheine, Einladungsbroschüren und Werbeplakate entworfen. Die entsprechende Werbung in unserem Internetdepot wurde übrigens während dieser Zeit überdurchschnittlich genutzt. Unser "Info Oli" Kurzendörfer hatte mit seinen Mitarbeitern in U-Bahnhöfen und an Haltestellen die Plakate angebracht sowie Fahrzeuge und Verkaufsstellen mit den Einladungsbroschüren ausgestattet. Frau Muhlert von der VAG-Presseabteilung sorgte zusammen mit den Vertretern aller beteiligter Vereine für die richtigen Berichte in den Medien.

Zahlreiche Attraktionen waren zu besichtigen:

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Anhand des Fuhrparks des Historischen Straßenbahndepots St. Peter konnte man sehen, wie man sich seit über 100 Jahren in Nürnberg fortbewegt. Außerdem bestand die Möglichkeit zu Fahrten mit einer Pferdebahn von 1881 und zu Stadtrundfahrten mit einer historischen Straßenbahn.   Im Bahnhofsgebäude des ehemaligen Haltepunkts Nürnberg-Sündersbühl zeigte der Modelleisenbahnclub auf 18 Quadratmetern die Welt der Eisenbahnminiaturen im Maßstab 1:87 - HO.   Die Fränkische Museumseisenbahn lud zum Bahnhofsfest am Nordostbahnhof ein. Mit Dampf oder Diesel konnte auf Führerständen mitgefahren oder in einer Motordraisine aus den 60er Jahren die Schiene einmal "ganz nah" erlebt werden.

Ebenfalls am Bahnhofsfest Nürnberg-Nordost präsentierte sich die Dampfbahn Fränkische Schweiz mit einer fast 65 Jahre alten Diesellok. Eigentlich in der Fränkischen Schweiz beheimatet – wie der Name vermuten lässt – wurde die historische Lok am Museumswochenende vor Sonderzüge zwischen Nürnberg und Fürth gespannt. Abfahrt war hier ab 10.30 Uhr im Zwei-Stunden-Takt ab Nürnberg-Nordost.

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Die Nürnberger Eisenbahnfreunde zeigten in ihrem Salonwagen am Bahnhof Stein Filme rund um das Thema "Eisenbahn". Außerdem konnte an der dortigen LGB-Rangieranlage jeder sein Rangiergeschick versuchen.   Feuerwehrgeschichte vom pferdegezogenen Spritzenwagen bis zu historischen Großfahrzeugen konnte in der Feuerwache 3 bestaunt werden. Auf 250 Quadratmetern Ausstellungsfläche ließ sich anhand von Uniformen, Helmen, Sonderausrüstungen und Gerätschaften die Entwicklung der Feuerwehr nachvollziehen.   Auf drei Etagen wurde im Rotkreuz-Museum an der Nunnenbeckstraße die Geschichte des Roten Kreuzes seit seiner Gründung im Jahr 1863 gezeigt. In einer Fahrzeughalle konnten Besucher neben modernen Rettungsfahrzeugen auch Oldtimer entdecken.

Die Shuttle-Busse starteten ab 10 Uhr zu jeder halben und vollen Stunde am Historischen Straßenbahndepot St. Peter. Eine Haltestelle war neben den Veranstaltungsorten auch der Großparkplatz an der Meistersingerhalle. Die Einzeltageskarte kostete 5 EURO und die Familientageskarte 10 EURO. Unsere freundlichen Vereinsfahrer und Schaffner sorgten dafür, dass unsere Besucher pünktlich und sicher und zu den Veranstaltungsorten gebracht wurden.

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Im Einsatz befanden sich die Busse 768 (Büssing Bj. 1969), 833 (MAN Bj. 1972), 135 (MAN Bj. 1987) und  der historische MAN-Postbus von 1956. Zusätzlich hatten wir zur Verstärkung in Zusammenarbeit mit der VAG die Busse 963, 913 und 253. Auf der Schiene wurde mit Triebwagen 867 und Beiwagen gefahren. Als Verstärker standen der Triebwagen 250 (Bj. 1960) und Triebwagen 111 mit Beiwagen 1304 (Bj. 1953 bzw. 1956) zur Verfügung. Der Pferdebahnwagen 75 von 1888 fuhr mit zwei Pferden des Bauernhofs Lehneis im Hof des Historischen Straßenbahndepot St. Peters seine Runden.
Nach diesem gelungen Auftakt wird diese Veranstaltung im Jahr 2004 sicherlich wieder in der Nürnberger Kultur- und Vereinslandschaft zu finden sein.

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